Heute wurde ich mal wieder vorgeführt, vor&von mir selbst. Sitz ich vor dem Pc, tippe wild, konzentriert, poetisch, meine Kinder rausschickend meine Gedanken ein, es gelingt mir endlich, etwas verbindend zu formulieren, was vorher wie pluffige Wolkenfetzen im Kopf herumschwebte. Die Worte sind zwar etwas schwer (oder auch triefend), haben etwas von einem Ratgeber und natürlich schäme ich mich ein wenig für meine "Übermirigedanken", stelle aber gleichzeitig fest, dass ich zum Teil einfach so bin, auch das Bedürfnis nach Mitteilung, meine Offenheit und daraus resultierende Seelennacktheit gehört wohl zu mir. Und dann nach einer gefühlten halben Stunde drücke ich auf "eintragen" und da wird es auch schon...weggetragen oder besser gesagt gebeamt, direkt ins virtuelle Nirwana oder eher in den kosmischen Mülleimer. Jetzt stellt sich die Frage, ob das ein Zeichen war, ein Zeichen, das mir sagen will: "Lass sein, Maryam, lass das Denken sein und lebe und erspar den anderen deinen Mist" oder ob es einfach meine eigene Doofheit ist, die mich nicht klug werden lässt und die Texte immer direkt ins Kulando,pm, etc. tippen möchte, zu faul Word aufzumachen und nicht einmal copy&taste bemüht.
Beide Möglichkeiten sind nicht sehr nett, ich entscheide mich für eine Dritte: Schicksal!Es wollte wohl einfach ein wenig stänkern, hatte gerade nicht besseres zu tun.Ein paar Fetzen hat es mir gelassen und zwar merkwürigerweise die, die ich noch nicht vergaß abzuspeichern.
Viel Spaß beim Lesen des Wolkenstückchen...der Rest war natürlich vieeeeel Besser .P.
Und ja diesmal drücke ich copy und paste und werde es nie wieder oder zu mindest nicht die nächsten drei Tage vergessen zu tun. Und noch was: Ich bin bereit für die Liebe. Was für eine Erkenntnis!
Freiheit ungleich Grenzenlosigkeit
Wäre es anders, wären wir verloren und nicht frei.
Freiheit bedeutet, sich frei zu machen von allem, was nicht zu mir gehört, angeeigent durch Erziehung, Kultur, geliebte Gedanken, Gefühle, sein schein-selbst verlierend, falsche Grenzen aufgebend, Fragen zulassend, Konzepte als Konzepte erkennend, anerkennenend, dass mein Weg nicht der Weg ist, sondern nur ein Weg, ahnend warum dieser Weg mein Weg geworden ist.
Sich befreien, das Fundament freilegen, die Stärke zu haben Fragen zu stellen, langgeglaubtes in Frage zu stellen, mit sich zu hadern, zu verzweifeln und sich dann zu verzeihen, keinen Weg zu sehen, trozdem weiterzugehen,frei zu sein von der Meinung der Menschen, wenn auch den Nächsten, den Applaus nach dem Handstand nicht mehr zu wollen, die gerunzelten Augenbrauen nicht mehr zu fürchten, für sich selbst Verantwortung übernehmen,das bedeutet mir Erwachsen sein.
Excurs: Ich habe heute einen gänzlich neuen Segen des Monat Ramadan kennenlernen dürfen. Frauenschwimmen ohne Frauen, ein Schwimmbad ganz für uns allein! Meine Tochter führte mir sogar die "tote Leiche" vor, tja sowas gibts nur im Ramadan.
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